{"id":19742,"date":"2020-09-11T10:08:56","date_gmt":"2020-09-11T08:08:56","guid":{"rendered":"https:\/\/fedil.lu\/press-releases\/la-sortie-de-crise-exige-une-politique-industrielle-ambitieuse-portee-par-le-gouvernement-dans-son-ensemble\/"},"modified":"2020-09-11T10:10:30","modified_gmt":"2020-09-11T08:10:30","slug":"la-sortie-de-crise-exige-une-politique-industrielle-ambitieuse-portee-par-le-gouvernement-dans-son-ensemble","status":"publish","type":"press-release","link":"https:\/\/fedil.lu\/de\/press-releases\/la-sortie-de-crise-exige-une-politique-industrielle-ambitieuse-portee-par-le-gouvernement-dans-son-ensemble\/","title":{"rendered":"Der Weg aus der Krise erfordert eine ehrgeizige Industriepolitik, die von der gesamten Regierung unterst\u00fctzt wird"},"content":{"rendered":"<p>Luxemburg, 11. September 2020 &#8211; Im Rahmen seiner Vorstandssitzung, zog die FEDIL Bilanz \u00fcber die Lage der Industrie, die politischen Herausforderungen und die Auswirkungen und Folgen der COVID-19-Krise.<\/p>\n<p><strong>Ehrgeizige Industriepolitik, die von der gesamten Regierung zu verfolgen ist<\/strong><\/p>\n<p>Die FEDIL spricht sich f\u00fcr eine ehrgeizige Industriepolitik aus, die von der gesamten Regierung verfolgt werden soll.<\/p>\n<p>Die FEDIL stimmt den von der Regierung getroffenen Ma\u00dfnahmen im Rahmen der COVID-Reaktion zugunsten der Industrie und der Wirtschaft im Allgemeinen zu, sieht jedoch mit Besorgnis bestimmte politische Aussagen aus j\u00fcngster Zeit zu geplanten Investitionen, wie z.B. Fage oder Google, und zur Ausrichtung der Industriepolitik im Allgemeinen.<\/p>\n<p>Ren\u00e9 Winkin, Direktor der FEDIL, sagte:<br \/>\n&#8222;Es drohen Produktions- und Arbeitsplatzverluste. Sie m\u00fcssen kompensiert werden, wenn wir das industrielle Gef\u00fcge erhalten und die lokale Produktion wiederbeleben wollen. Die allgemeinen Schlussfolgerungen die das Umweltministerium aus aktuellen Diskussionen betreffend der Gr\u00fcndung neuer Unternehmen ziehen will, gehen zu weit und basieren auf unbegr\u00fcndeten Vorurteilen. Problematisch ist hierbei besonders der Rechtsrahmen den die Umweltministerin so anwenden m\u00f6chte, dass jede neue Aktivit\u00e4t in eine Philosophie passt, welche ich als zu reduktiv bezeichnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Mich\u00e8le Detaille, Pr\u00e4sidentin der FEDIL, f\u00fcgte hinzu:<br \/>\n&#8222;Wenn Import- und Exportaktivit\u00e4ten, der Kauf von Rohstoffen zu erschwinglichen Preisen, die Einstellung von nicht ortsans\u00e4ssigen Arbeitnehmern oder die Existenz finanzieller Aktivit\u00e4ten eines Industriekonzerns in unserem Land zu Ausschlusskriterien f\u00fcr die k\u00fcnftige Wirtschaftsentwicklungspolitik werden, dann sind Probleme vorprogrammiert. Die Industriepolitik muss von der Regierung als Ganzes getragen werden. Sie hat keine andere Wahl als ehrgeizig zu sein.&#8220;.<\/p>\n<p>Die FEDIL beabsichtigt, eine f\u00fchrende Rolle in der inhaltlichen Diskussion \u00fcber die Ausrichtung der luxemburgischen Industriepolitik und deren koh\u00e4rente Umsetzung zu spielen. Der Verbrauch der nat\u00fcrlichen Ressourcen, aber auch deren Verwaltung durch die \u00f6ffentliche Hand, werden Teil dieser Diskussion sein.<\/p>\n<p>Luxemburg verf\u00fcgt aktuell \u00fcber alle notwendigen Instrumente zur Umsetzung einer Industriepolitik, die, laut FEDIL, ehrgeizig und produktionssteigernd sein sollte, indem die bestm\u00f6glichen Mittel zur Verringerung des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks eingesetzt werden sollten.<\/p>\n<p>Thierry Wolter, Vizepr\u00e4sident der FEDIL, hat hierzu erkl\u00e4rt:<br \/>\n&#8222;Wir m\u00fcssen um jeden Preis vermeiden, dass Rechtsvorschriften die, zu Recht, auf den Schutz der Umwelt abzielen, nicht subjektiv und intransparent interpretiert werden&#8220;.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der FEDIL sollten Umweltgesetze, -vorschriften und -verfahren nicht zur Umsetzung einer selektiveren Industriepolitik genutzt werden, da dies weder ihr Ziel noch ihr Zweck sein kann.<\/p>\n<p><strong>Covid, Fortsetzungen, nicht das Ende<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend einige Industriezweige \u00fcber gut gef\u00fcllte Auftragsb\u00fccher verf\u00fcgen und sogar eine Erh\u00f6hung ihrer Produktionskapazit\u00e4t in Erw\u00e4gung ziehen, haben die meisten Sektoren M\u00fche, zu dem Aktivit\u00e4tsniveau von vor der Krise zur\u00fcckzukehren, und greifen unter anderem weitgehend auf Kurzarbeit zur\u00fcck. Nach Ansicht der FEDIL werden die Unsicherheiten oder strukturellen Probleme, mit denen gro\u00dfe Teile der Industrie konfrontiert sind, so schnell nicht verschwinden.<\/p>\n<p>Bei j\u00fcngsten Treffen mit Wirtschaftsf\u00fchrern wurde deren Bereitschaft deutlich, weiterhin mit geeigneten Strukturen und Verfahren zu arbeiten. Der Schutz ihrer Mitarbeiter und Partner vor dem Risiko einer Coronavirusinfektion steht f\u00fcr sie im Vordergrund.<\/p>\n<p><strong>Freiz\u00fcgigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die Freiz\u00fcgigkeit von Arbeitnehmern und Dienstleistungsanbietern ist f\u00fcr das Funktionieren unserer Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung. Die Restriktionen, die Luxemburg von anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern auferlegt wurden, haben zu St\u00f6rungen und Verz\u00f6gerungen gef\u00fchrt, die f\u00fcr Unternehmen, die auf grenz\u00fcberschreitende Bewegungen angewiesen sind, sehr nachteilig sind. Die gute Zusammenarbeit mit den luxemburgischen Regierungsbeh\u00f6rden im Allgemeinen und der schnelle Zugang zu Screeningtests, besonders f\u00fcr reisende Arbeitnehmer, haben dazu beigetragen, die negativen Auswirkungen zu begrenzen.<\/p>\n<p>Die FEDIL hofft, dass die R\u00fcckkehr aus dem Urlaub nicht zu einer neuen Welle von Infektionen und Quarant\u00e4nen f\u00fchren wird, welche die wirtschaftliche Aktivit\u00e4t weiter bremsen.<\/p>\n<p>&#8220; Wenn der Arbeitgeberbeitrag von 20 % bei der Entsch\u00e4digung von Arbeitnehmern die sich in Quarant\u00e4ne befinden so beibehalten wird, dann w\u00fcrde dies den betroffenen Unternehmen erhebliche zus\u00e4tzliche Kosten verursachen&#8220;,<br \/>\nso die FEDIL, die es nicht vers\u00e4umt hat, die Regierung auf dieses Problem aufmerksam zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Luxemburg, 11. 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